2315 3 Wohngebäude mit Kita in Unterföhring
Neubau von 3 Wohngebäuden mit Kindertagesstätte und Tiefgarage
, Unterföhring, LP 1-4, BGF O.I. 19.612 m²Landschaftsplanung: ver.de Landschaftsarchitekten Stadtplaner Partnerschaftsgesellschaft mbB
Tragwerksplanung: bwp Burggraf + Weber Beratende Ingenieure GmbH
Technische Gebäudeausrüstung: BBS GmbH
Elektrotechnik: EtroPlan GmbH
Bauphysik: Kurz und Fischer GmbH
Brandschutz: K33 Riedner Wagner Gerhardinger Architekten PartGmbB
In Unterföhring, circa 10 km nördlich vom Stadtzentrum Münchens entfernt, liegt das Baugrundstück am Ende der von Westen kommenden Neubruchstraße auf einem grünen Grundstück und schließt östlich an das bereits realisierte Neubaugebiet an. Im Osten verläuft direkt im Anschluss die aus München nach Norden verlaufende S-Bahn-Verbindung.
Hier wurde auf Grundlage des Entwurfs von Maier Neuberger Architekten GmbH ein vorhabenbezogener Bebauungsplan erstellt. Er sieht ein Gebäudeensemble von drei sich aufeinander beziehenden Baukörpern vor, die in ihrer Höhe vier bzw. nach Osten hin fünf Geschosse betragen und insgesamt 190 Wohnungen, eine Kita und eine Tiefgarage beinhalten.
Die Außenkanten der Gebäudekörper nehmen die von Westen kommenden Außenkanten der Nachbarbebauung auf und suchen nach Norden den Bezug zum Bebauungsplan des anschließenden „neuen Mitterfeldes“. Der westliche Baukörper (Haus 3) ist rechtwinklig, im Norden straßenbegleitend und im Westen abgrenzend zur Nachbarbebauung. Der mittlere Baukörper (Haus 2) schließt stirnseitig ebenfalls rechtwinklig nach Norden und Westen ab, legt sich jedoch polygonal auf das Grundstück und umschließt mit Haus 3 zusammen einen ruhigen Hof, der Einschnitte im Norden und Westen hat. Das östliche Gebäude (Haus 1) fasst mit Haus 2 einen nach Norden offenen, öffentlichen Vorplatz, schiebt sich Richtung Norden aus der Flucht der anderen Häuser und bildet so einen klaren Abschluss zur Neubruchstraße. Es ist mit 5 Geschossen das höchste und breiteste Haus im Ensemble. Im nördlichen EG-Bereich befindet sich die Kita mit angegliedertem großzügigem, nach Osten orientieren Freispielbereich. Der Rest des Hauses ist als reines Wohnen geplant.
Alle Häuser werden über innenliegende Treppenhäuser erschlossen. Die Zugänglichkeit erfolgt bei Haus 1 sowohl fürs Wohnen als auch für die Kita vom westlichen Vorplatz am Ende der Neubruchstraße. Von hier erfolgt auch die Anlieferung der Kita. Die Häuser 2 und 3 sind reine Wohngebäude. Ihre Zugänge liegen sowohl an der Straße als auch am Innenhof.
Im EG aller Häuser befinden sich bei den jeweiligen Eingängen die Nebenräume. Der große Bedarf an Stellplätzen führt zur Ausbildung eines großen Fahrradabstellraumes im EG und einer zweigeschossigen Tiefgarage.
Trotzdem verbleibt im Innenhof von Haus 2+3 ein nicht unterbauter Bereich und ermöglicht so die Pflanzung mehrerer Großbäume.
Die Fassaden sind als Hybridfassaden geplant. Sie werden im EG als Massivbau mit Wärmedämmverbundsystem und darüber als Stahlbetonskelettbau mit einer nichttragenden Holzrahmenfassade ausgebildet. Die privaten Freibereiche stehen vor der Fassade als übereinander gestapelte Balkonpakete, wobei eine Stahlkonstruktion begehbare Balkonfertigteile trägt.
Durch den präzisen Einsatz reduzierter Gestaltungsmittel ergibt sich ein ruhiges Erscheinungsbild. So gibt es im Wesentlichen nur zwei Fenster- und ein Balkonformat. Die Fassade wird horizontal durch Bänder gegliedert, die durch den Einsatz verschieden breiter Schalungsbretter erzeugt wird.
Die Holzfassade erhält durch das Vorvergrauen einen warmen Fassadenton, der farblich durch die perlbeigen Fenster und das ebenso ausgebildete Lochblech der Balkongeländer ergänzt wird. Auch der erdgeschossige Putz orientiert sich am Ton der Holzfassaden. Es wird damit ein zurückhaltendes, aber edles Erscheinungsbild erzeugt.








