1714 Sportgebäude Starnberg Bayerischer Yacht-Club

Neubau eines Sportgebäudes

, Starnberg, LP 1-4, BGF O.I. 321 m²

Bauherr: Bayerischer Yacht-Club, Starnberg
Landschaftsarchitektur: terra.nova Landschaftsarchitektur, München
Projektsteuerung: Masterplan GmbH, München
Baumanagement: Neufeldt Voigt Architekten, München und Schemmel Architekten, München
Tragwerksplanung: Dr. Bernhard Behringer, München
Technische Ausrüstung: IB Möller, Wiedenzhausen
Elektroplanung: Elektro Saegmüller GmbH, Starnberg

Das neue Gebäude dient als sportliches Zentrum des Vereins während der Regatten und für die Vor- und Nachbereitung des Segelbetriebs. Es dient der Förderung des Segelsports und insbesondere der Jugendarbeit im Verein, steht allen Vereinsmitgliedern offen, bietet vielfältige und flexibel nutzbare Innen- und Außenräume für Schulung und Aufenthalt sowie die notwendigen Nebenräume für WC-Anlagen, Umkleiden und Lagerflächen. Die für den Segelbetrieb nicht mehr benötigte Halle und Werkstatt wurden dazu abgerissen, die bisher exklusiv an einzelne Clubmitglieder vermieteten Kojenzimmer direkt am Seeufer weichen einem allen Clubmitgliedern zugänglichen Areal mit direktem Zugang zum See und Hafenbecken.

Zusammen mit einer Neuordnung und Aufwertung der Freiflächen entstehen neue, großzügige Raum- und Nutzungsbezüge, z.B. durch die Verbindung von Mole und Sportgebäude mit einem breiten Holzsteg. Das Haus fügt sich in die Ufersilhouette ein. Mit seiner reduzierten Haltung stellt es keine visuelle Beeinträchtigung für die benachbarte, denkmalgeschützte Bucentauer-Halle dar – diese erhält im Gegenteil ein wesentlich größeres und attraktiveres südliches Blick-Vorfeld. Mit seinem leichten, transparenten Erscheinungsbild aus Stahl, Glas und Holz vermittelt der zweigeschossige Neubau zwischen Land und Wasser. Das technische Erscheinungsbild der Stahlkonstruktion knüpft an den Charakter der unmittelbar benachbarten Werft der Bayerischen Seenschifffahrt GmbH an.
Der Neubau ist für eine Sommernutzung ausgelegt und damit nicht für einen dauerhaften Betrieb auch in den Wintermonaten gedacht. Er wird weniger als vier Monate pro Jahr beheizt sowie weniger als zwei Monate pro Jahr gekühlt. Es fällt demnach gem. §1 (3) nicht unter die ENEV 2014. Die Stahl-Holz-Verbundkonstruktion erlaubt eine filigrane, gewichtsparende Bauweise. Die tragende Stahlbeton-Bodenplatte wird über Fundamentstreifen auf verpresste duktile Rammpfähle gegründet. Die aufgehende Konstruktion besteht aus querschnitt-minimierten Stahlrahmen, Decken und Dach werden aus Vollholzelementen gebildet. Die Wände sind Holzständerwände mit vorgehängten Fassaden bzw. Glasflächen. Durch die leichte, materialsparende Bauweise mit einer minimal-invasiven Gründung über duktile Rammpfähle konnten die Anforderungen an Auftriebsicherheit, Gewässerschutz und minimierten Ressourcenverbrauch erfüllt werden. Die Terrassen und Stege sind über Eichenpfähle gegründet.