B2005 VgV – München Bayernkaserne MU 1(12)

Neubau von ca. 231 Wohneinheiten im geförderten und freifinanzierten Wohnungsbau mit einer Tiefgarage, sowie ca. 1000 m² Nichtwohnnutzung

, München, BGF O.I. 21.935 m²


Auftraggeber: GWG Städtische Wohnungsgesellschaft München mbH
Landschaftsarchitekten: mahl·gebhard·konzepte Landschaftsarchitekten

Die klaren Vorgaben des Bebauungsplans, innerhalb der vorgegebenen orthogonalen Grundstruktur einen deutlich ablesbaren Blockrand zu schaffen, wird aufgenommen und mit dem Bebauungsvorschlag thematisiert. Dies geschieht durch die festgesetzten unterschiedlichen Bauhöhen sowie einer differenzierten Ausbildung der Ecken. Die Vorgabe des Bebauungsplans, eine deutliche Höhenstaffelung der Eckpunkte entlang des Grünboulevard im Norden, wird durch eine leichte Überhöhung der Ecken mit einem entsprechenden Materialwechsel im Süden entlang der geplanten Ringstraße fortgesetzt.
Nach Westen, zur grünen Gasse, wird der Blockrand unterbrochen und eine breite Öffnung zum Hof ausgebildet. Das Hochhaus wird dadurch nahezu freigestellt und die Ecke städtebaulich betont.
Darüber hinaus können die Aufenthaltsräume im Wohnhochhaus durchgängig von drei Seiten belichtetet werden.
Ein zweigeschossiger Durchgang an der Ostseite schafft eine Verbindung der festgesetzten grünen Gassen über den grünen Innenhof.

Innerhalb der festgesetzten Wandhöhe (25m) werden 8 Vollgeschosse geplant. Durch die Stapelung der 8 Geschosse (gleiche Geschossfläche bei geringer Gebäudetiefe) entstehen zum einen weniger tiefe Baukörper, welche zur Umsetzung der strengen Flächenvorgaben der Wohnbauförderung dienlich sind. Zum andern wird durch die Ausbildung eines umlaufenden hofinnenseitigen Rücksprungs des letzten Vollgeschosses, eine bessere Belichtung der hofseitigen Wohnungen ermöglicht.

Insgesamt erfolgt dadurch eine Transformation der gründerzeitlichen Stadtstruktur einer Blockrandbebauung in die Gegenwart.