1713 Bürogebäude München Max-Joseph-Straße

Neubau eines Bürogebäudes mit automatisierter Parkanlage

, München, LP 1-5, BGF O.I. 2.464 m²

Die Max-Joseph-Straße ist geprägt von freistehenden Einzelgebäuden aus unterschiedlichen Entstehungszeiten. Der Straßenzug ist Teil des Ensembles „Maxvorstadt I“, zudem existieren einige Einzeldenkmäler unter anderem aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg.

Das Bestandsgebäude aus der Mitte der 50er Jahre wurde intensiv auf eine Wiederverwendungsfähigkeit untersucht. Aufgrund der sehr speziellen Struktur mit stark unterschiedlichen und teilweise sehr geringen Geschosshöhen, seitlichem Treppenraum, einem ungünstigen Tragsystem und fehlenden Stellplätzen war ein wirtschaftlicher Umbau nicht realisierbar. Daher wurde in enger Abstimmung mit der unteren Denkmalschutzbehörde für den Neubau ein Konzept entwickelt, das sich in Haltung, Volumen, Gliederung, Dachform und Materialsprache an den Architekturthemen der unmittelbaren Umgebung orientiert.

Eine ablesbare Sockelzone mit zentralem Eingang unter einem durchgehenden Balkon wird zusammen mit der aus dem Kontext fortgeführten Vorgartenzone zur eindeutigen Adresse des Hauses. Die einfach strukturierte Fassade erhält einen markanten oberen Abschluss mit einer allseitig weit auskragenden Platte als Dachgesims – ein Thema, dass sich in der Nachbarschaft wiederfindet. Auch die Rundung der Gebäudeecken wird hier übernommen. Der Treppenraum ist rückwärtig zentral angelegt und zeichnet sich zum Hof als gerundeter Anbau deutlich ab. Durch die mittige Lage des Treppenraumes können die Geschosse jeweils als eine komplette oder als zwei Einheiten vermietet werden, beide Einheiten haben jeweils Fassaden zur Straße und zum Hof. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Einheiten über interne Treppen zu verbinden.

Das Haus ist komplett an eine Unternehmensberatung vermietet. Der Innenausbau der Mietflächen erfolgte durch LANDAU+KINDELBACHER im Auftrag des Mieters.