B1915 WB München Freiham Nord WA 16

Neubau einer Wohnanlage mit Kita und Tiefgarage

Auslober: GWG Städtische Wohnungsgesellschaft München mbH
Landschaftsarchitekten: Stautner + Schäf Landschaftsarchitekten

Die vier Baufelder westlich der Aubinger Alle (WA15, WA16, WA17, WA18) orientieren sich, stärker als die östlichen Bebauungsstrukturen an einer Blockrandbebauung.
Die Vernetzung zu den Straßen – bzw. Parkräumen wird über Fugen in den Blockrändern hergestellt.
Anders als auf der Ostseite wird kein durchfließender Freiraum angestrebt. Durch die konsequente Besetzung der äußeren Blockkanten entstehen klare, öffentliche Außenseiten und private Innenhöfe.

Der für die GWG zu planende Bereich besetzt im WA16 die nördliche Hälfte und – mit Ausnahme der Südecke – die Westseite des Baufeldes.
Damit prägt die Bebauung drei Blockkanten. Im Westen zur öffentlichen Grünfläche, im Norden zur Planstraße U-1707 und im Osten, im Anschluss an die Bebauung der Stadibau, die Fassade zur Aubinger Allee.

Neben der wechselnden geografischen Orientierung der Blockränder muss die Planung an vielen Stellen auf unterschiedliche Rahmenbedingungen hinsichtlich Lärm (Aubinger Allee), Anleiterbarkeit (Kita, Bäume) und Belichtung reagieren.
Überlagert werden diese Anforderungen mit einem im B-Plan definierten Höhensystem, welches Maximalhöhen von fünf bis sieben Geschossen vorsieht.

Der Bebauungsvorschlag versucht zum einen den Anforderungen an die abwechslungsreiche, heterogene Bebauung in Freiham gerecht zu werden, zum anderen sollen die Teilstücke als zusammengehörende Bauteile der GWG-Bebauung wahrgenommen werden.
Mit Vereinheitlichung und Selbstähnlichkeit einzelner Bausteine in Grundriss und Ansicht wird ein einheitlicher Duktus erreicht, der – wo es notwendig ist – mit individuellen Grundrissen und Erschließungssystemen oder Materialien auf die jeweiligen Anforderungen (z.B. Fluchtwege, Anleiterbarkeit, Ecksituation, …) reagiert.

Ein übergeordnetes Repertoire an Gestaltungsmitteln wird eingesetzt, welches bei unterschiedlicher Behandlung einzelner Sondersituationen einen Zusammenhang herstellt.

Der Entwurf bewegt sich in dem Spiel zwischen Vereinheitlichung und Abwechslung, zwischen Raster und Ausnahme, zwischen Gleichheit, Ähnlichkeit und Unterschied.

Die Verfasser versuchen damit einen maßvollen aber selbstbewussten Beitrag im Stadtbild zu formulieren, der Beständigkeit und Ruhe ausstrahlt und einen stabilen, zurückhaltenden Rahmen für eine lebendige Benutzung bietet.